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Am 08. März 2021 ist Weltfrauentag

Frauen mit Behinderung sind öfter von sexueller Gewalt betroffen

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März macht Handicap International (HI) darauf aufmerksam, dass weltweit eine von drei Frauen Opfer von Gewalt ist. Frauen mit Behinderung sind besonders gefährdet. Sie erleiden sehr viel häufiger Gewalt. Das Ziel der humanitären Hilfsorganisation Handicap International ist, die Risiken zu bekämpfen und den Opfern medizinisch und psychologisch zu helfen.

Weltweit sind nach aktuellen Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO 35 Prozent der Frauen und Mädchen physischer, emotionaler und/oder sexueller Gewalt durch ihren Partner oder eine andere Person ausgesetzt. Frauen und Mädchen mit Behinderung erleiden etwa zehnmal so oft sexuelle Gewalt als weibliche Personen ohne Behinderung. Dies ist eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte.

HI kämpft für ein Leben in Würde für Frauen mit Behinderung

Das Ziel von Handicap International ist es, Frauen vor Gewalt zu bewahren und ihnen mit psychologischer und medizinischer Unterstützung zur Seite zu stehen. Aufgrund sozialer und kultureller Traditionen und Klischees wird Frauen oft das Recht abgesprochen, ein selbstbestimmtes Sexualleben zu führen oder selbst zu entscheiden, ob und wann sie Kinder bekommen wollen. Vor allem Frauen mit Behinderung, die häufig von Erwachsenen des eigenen familiären Umkreises abhängen, sind gefährdet. Die erlebte Gewalt verursacht zahlreiche Gesundheitsprobleme, psychische Traumata und führt zu sozialer und ökonomischer Exklusion.

Weitere Informationen dazu gibt es hier:

https://handicap-international.de/de/internationaler-frauentag-frauen-mit-behinderung-sind-zehnmal-fter-von-sexueller-gewalt-betroffen?fbclid=IwAR26EwTixXl1WyU0QHNmF-ns0QM2aNxqEDMbNUrTSfz79dxM7Co2tqd471o

„Sexualität, Familienplanung, Selbstbestimmung – Frauen erzählen vom behindert werden“

Neuer Doku-Clip jetzt online! Gerne teilen!

Eine Frau schminkt sich vor einem Spiegel. Text: Frauen erzählen vom behindert werden. Sexualität, Familienplanung, Selbstbestimmung.

*Leichte Sprache unten*

Version mit Untertiteln:

https://www.youtube.com/watch?v=Fg3VXt9Lfzw

Version mit Untertiteln und Audiodeskription:

https://www.youtube.com/watch?v=F-37Gq85Z7U

Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen erleben tagtäglich verschiedene Formen von direkter und struktureller Diskriminierung. Insbesondere Frauen* mit Behinderung sind überdurchschnittlich oft von Gewalt betroffen. Das hat eine umfangreiche Studie der Universität Bielefeld u.a. aufgezeigt (1).

Für uns vom autonomen Referat für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung des AStA der Universität Bielefeld gehört es zur Beratung von Studierenden, auch Aufklärungsarbeit zu leisten. Aus diesem Grund haben wir beschlossen den Clip „Sexualität, Familienplanung, Selbstbestimmung – Frauen erzählen vom behindert werden“ zu drehen. Wir konnten drei engagierte Protagonistinnen gewinnen, die uns einen kleinen Einblick in die Lebenswelten von Frauen gewähren, die behindert werden. Uns ist bewusst, dass noch viele Perspektiven und diversere Positionen fehlen und hoffen, dass in Zukunft noch mehr Beiträge zu mehr Sichtbarkeit beitragen!  

Unter www.frauen-gegen-gewalt.de/hilfe-vor-ort.html könnt ihr Eure Stadt und den Bedarf zur Barrierefreiheit eingeben und bekommt Adressen von Hilfe- und Unterstützungsangeboten.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erreicht Ihr unter der Nummer 08000 116 016

(1) Kurzfassung der Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ findet Ihr z.B. hier:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/lebenssituation-und-belastungen-von-frauen-mit-beeintraechtigungen-und-behinderungen-in-deutschland/80576


Leichte Sprache


Menschen mit Behinderung werden leider häufig anders und schlechter behandelt als Menschen, die keine Behinderung haben.
Frauen mit Behinderung erleben auch häufig Gewalt.
Deshalb haben wir einen Film gedreht, der die besondere Situation von Frauen mit Behinderung beschreibt.

Wir sind eine Gruppe von Studierenden der Universität Bielefeld, die behinderte Studierende beraten.

Die Gruppe heißt, Referat für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (RSB).
Im Film werden die Themen Sexualität, Familienplanung und Selbstbestimmung von drei Frauen mit Behinderungen geschildert.

Unter www.frauen-gegen-gewalt.de/hilfe-vor-ort.html könnt ihr Eure Stadt und den Bedarf zur Barrierefreiheit eingeben und bekommt Adressen von Hilfe- und Unterstützungsangeboten.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erreicht Ihr unter der Nummer 08000 116 016

(1) Kurzfassung der Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ findet Ihr z.B. hier:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/lebenssituation-und-belastungen-von-frauen-mit-beeintraechtigungen-und-behinderungen-in-deutschland/80576

Studieren mit Wohlbefinden – auch in Coronazeiten. Ihr fragt, wir antworten.

Mitschnitt der Veranstaltung jetzt online

Am 21. Januar 2021 hat das Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld gemeinsam mit den Teams der ZSB – Zentralen Studienberatung, der Hochschulgruppe LiLiGoesMental, des Vertrauensteams Gesundheitswissenschaften, der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei und des uns vom Referat für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung alle interessierten Studierenden der Universität Bielefeld zu einem Livestream rund um das Thema „(Psychische) Gesundheit im Studium“ eingeladen. Nachdem die Veranstalter*innen sich und ihre jeweiligen Angebote für Studierende kurz vorgestellt haben, wurden Fragen von Studierenden rund um das Thema psychische und / oder physische Gesundheit im Studium beantwortet. Die Fragen konnten entweder bereits im Vorfeld per Mail gestellt werden oder spontan während der Veranstaltung per Chatfunktion – alle Fragen wurden selbstverständlich anonym behandelt. Es gab dabei keine „falschen“ Fragen, von Prüfungsstress über Nachteilsausgleich bis Einsamkeit, um nur einige konkrete Beispiele zu nennen, konnten in dieser Veranstaltung alle möglichen Aspekte von Gesundheit im Studium besprochen werden.

Damit alle Infos auch später zum Nachschauen zur Verfügung stehen und auch Studierende profitieren können, die an dem Livetermin nicht teilnehmen konnten, wurde die Veranstaltung aufgezeichnet, den Mitschnitt findet ihr hier: https://youtu.be/jw1Fym69TFQ​. Bei Rückfragen oder Hinweisen zu dieser Veranstaltung wendet Euch gerne an uns oder an gesundheitsmanagement@uni-bielefeld.de